Entbuschung des Dassower Oszuges im Winter 2024/2025
Das Dassower Os ist eine geologische Sonderbildung aus der letzten Inlandvereisung. Diese dammartig langgestreckte Bildung besteht überwiegend aus nährstoffarmen Sanden und steinigen Kiesen. Dieser Oszug ist durch Gletscher und das aus ihnen strömende Schmelzwasser geformt worden. Diese bahndammförmige Landform ist bei Dassow noch in einem kleinen Teilbereich vorhanden. Der überwiegende Teil wurde durch die Kiesgrube abgebaut. Der Oszug ist teilweise mit Hybrid-Pappeln aufgeforstet worden. Solche Oszüge beherbergen eine Vielzahl von Pflanzenarten nährstoffarmer Sandstandorte dar. Auf dem Oszug wächst der seltene Mondrautenfarn (Botrychium lunaria) und noch viele andere interessante Arten. Diese Art hat nur noch sehr wenige Standorte in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 1992 kümmern sich die Mitglieder des NABU um diese Fläche. Dieser Oszug wurde dann als artenschutzrechtliche Kompensationsmaßnahme für die Motocross-Anlage Dassow unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten hergestellt. Der Auszug und die angrenzenden Flächen wurden weidesicher eingezäunt, um die erforderliche Beweidung mit Schafen und Ziegen abzusichern. Danach erfolgten Entbuschungen auf der Fläche, um den Offenlandcharakter wieder herzustellen. Gemeinsam mit der Jägerhof in Dassow Holm wurden weitere Pflegearbeiten durchgeführt. Die Beweidung organisiert Herr Dutschke gemeinsam mit dem NABU-Kreisverband. Der NABU führte im Jahr 2025 eine Exkursion auf diese artenreichen, in Entwicklung begriffenen Flächen durch.